Erleben

Next stop: Hamburg. Maritime Lieblingsstadt im Norden

14. Mai 2018

Ein Kurztrip nach Hamburg geht irgendwie immer. Okay, lieber im Sommer als im Winter, und ohne Regen ist es auch besser. Aber in Hamburg fühlt sich man nicht so, als wäre man in einer Großstadt. Alles ist grün, es gibt viel Wasser, die Menschen sind bodenständig, gutaussehend und nordisch entspannt. Es macht Spaß in Hamburg zu sein und schon wenn dich jemand mit »Moin Moin«, egal zu welcher Tageszeit, begrüßt, hat man (zumindest wir) gleich gute Laune.

In dem folgenden Beitrag findet ihr unsere erprobten und bewährten Hamburg-Tipps, die auf jeden Fall das Beste aus eurem Hamburg-Urlaub machen werden.

Fähre fahren und Schiffe gucken

Wenn ihr denkt, dass die Elbe in Hamburg einfach nur ein Fluss ist, dann irrt ihr euch gewaltig. Die Elbe ist alles!
Natürlich kann man ganz Touri-mäßig eine Hafenrundfahrt machen und so schon ganz viel von Elbe und Hafen sehen. Viel besser finden wir es aber einfach mit der Fähre Richtung Elbstrand zu fahren. Die Elbfähren sind Teil des Hamburger Nahverkehrsnetzes und können somit auch mit den normalen Öffi-Fahrkarten (Hamburg AB) genutzt werden.

Super Spartipp: Ab zwei Menschen (und zwei Fahrten) lohnt sich schon die Gruppentageskarte des HVV.

Wir empfehlen euch folgende zwei Routen:

Trip 1: Ab Landungsbrücken bis Neumühlen und dann ab an den Elbstrand

Der kürzeste Weg zum Elbstrand ist, von den Landungsbrücken mit der Fähre [62] bis »Neumühlen« zu fahren. Da ausgestiegen, lauft ihr nur noch weniger Meter (in Fahrtrichtung) weiter, und könnt dann schon gleich bei einem Kaltgetränk eure Füße im Sand vergraben und den großen Schiffen beim Rangieren im Hafen zusehen. An der Strandperle sieht man die meisten Menschen, da gibt es auch Snacks, Toiletten und gemütliche Liegestühle.

Wenn man am Elbufer ca. 4 km weiter läuft, kommt man zur nächsten Fährstation »Teufelsbrück«. Von hier aus kann man mit der Fähre [64] bis nach Finkenwerder fahren, und von da aus wieder zurück zu den Ladungsbrücken. Sehr idyllischer Spaziergang am Ufer der Elbe, durch Sand und später vor Wind und Sonne durch das Blattwerk der Bäume geschützt.

Ein Zwischenstopp bietet sich auf jeden Fall auch beim »Dockland« an. Das Dockland ist ein Bürogebäude in Form eines Parallelogramms, was wie ein Schiffsbug über das Wasser hinausragt. Von oben hat man einen tollen Ausblick über den Hafen.

Trip 2: Ab Landungsbrücken mit Fähre und Bus bis nach Blankenese

Wenn man mit der Fähre [62] von den Landungsbrücken bis Finkenwerder, und dann weiter mit der Fähre [64] bis Teufelsbrück fährt, kann man mit dem Bus [286] bis nach Blankenese (S-Bahn-Station) fahren und von da aus zum Strand laufen.  Der Bus [48] fährt auch direkt bis nach Blankenese an den Strand. Natürlich kann man das Stück bis nach Blankenese auch mit S-Bahn fahren, aber dann ist man ja nicht Fähre gefahren. Für den Weg zurück in die Innenstadt aber trotzdem sehr nützliche S-Bahn-Verbindung.

Ausblicke genießen und Höhenluft schnuppern

Hamburg ist nicht nur vom Wasser aus sehenswert, sondern auch von oben ganz ansehnlich. An mehreren Stellen hat man für wenig Geld oder kostenlos ein super Ausblick auf die Stadt, auf die vorbeifahrenden Schiffe und auf das Stadtgewimmel. Von oben sieht man dann auch, wie grün und wasserreich Hamburg ist.

Aussicht 1: Hamburger Michel

Eines der Wahrzeichen Hamburgs ist die Kirche »Sankt Michaelis«, liebevoll »Michel« genannt. Die Barockkirche gilt als der bekannteste Kirchenbau Hamburgs. Für 5 € (Normalpreis Erwachsener) darf man den Kirchturm bezwingen, um dann in 83 Meter Höhe von der Turmplattform einen weiten Blick über die Stadt zu haben. Hoch kommt man entweder über 452 Stufen oder mit dem Fahrstuhl. Preis ist der gleiche. (Wir hatten das Pech, dass der Fahrstuhl bei uns stecken geblieben ist; zum Glück nicht mit uns. Wir durften also hoch laufen, schon auch anstrengend. Aber besser als im Fahrstuhl festzusitzen.)

Aussicht 2: Elphi

Die Elbphilharmonie (kurz „Elphi“) wurde »erst« im November 2016 fertiggestellt, im Januar 2017 dann feierlich eröffnet und von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron entworfen. Sie befindet sich in der HafenCity und ist neues Wahrzeichen der Stadt Hamburg. In 37 Metern Höhe befindet sich zwischen Backsteinsockel und Glasaufbau die Plaza. Die Zugangsebene für das Foyer der Konzertsäle ist öffentlich zugänglich und über eine ewig lange Rolltreppe (80 Meter), die »Tube«, erreichbar. Von der Plaza aus erreicht man den Außenrundgang um das gesamte Gebäude. Von hier hat man eine tolle Aussicht über die Elbe, den Hafen und die Hafen City.

Die Plaza kostet keinen Eintritt (außer für Gruppen). Man muss aber gegebenfalls mit einer mehr oder weniger kurzen Wartezeit rechnen, um sich das (kostenfreie) Ticket abholen zu können. Möchte man die mögliche Warteschlange umgehen, kann man sich für 2 € auch online eine Ticket reservieren.

Aussicht 3: Aussichtspunkt Steinwerder beim Alten Elbtunnel

Bei unserem dritten Aussichtspunkt-Tipp ist auch der Weg das Ziel. Durch den St. Pauli-Elbtunnel, dem Alten Elbtunnel, gelangt man auf die andere Seite der Elbe. Der Tunnel wurde 1911 eröffnet und steht seit 2003 unter Denkmalschutz steht. Fahrstühle bringen Fußgänger und Radfahrer in die Tiefe und der Tunnel ist kostenfrei und zeitlich unbeschränkt passierbar. Für motorisierte ist die Benutzung kostenpflichtig (2 €) und auf festgelegte Zeiten beschränkt. Je nach Tageszeit ist der Tunnel nur in die eine oder die andere Richtung befahrbar. Nachts, am Wochenende und an Feiertagen ist der Tunnel für Motorfahrzeuge geschlossen. 

Am Ende des 426 Meter langen Tunnels, auf der anderen Elbseite, befindet sich der Aussichtspunkt Steinwerder, von hier hat man einen wunderschönen Panoramablick auf die Hamburger Landungsbrücken, welchen man auch bei einem Picknick super genießen kann.

Aussicht 4: Altonaer Balkon

Einen ebenfalls sehr beeindruckenden Panoramablick hat man am Geesthang in Altona, dem Altonoaer Balkon, in etwa 27 Meter über der Elbe. Hier hat man den Containerhafen, das alte Hafenterminal und den ganzen Schiffsverkehr auf der Elbe auf jeden Fall super im Blick. Dockland kann man von hier aus auch sehen und zu Fuß recht schnell erreichen.

Aussicht 5: Dockland

Wie bereits erwähnt ist das Dockland ein Bürogebäude von dem man einen tollen Ausblick über den Hafen und das nördliche Elbufer hat. Die 25 Meter Höhe des Gebäudes kann man über 136 Treppenstufen erklimmen und landet danach auf der großen Dachterrasse. Das Ganze gibt es umsonst.

Kieze entdecken und die Seele baumen lassen

Kieztipp 1: Flohschanze an der Feldstraße

Immer wieder samstags kann man rund um die Alte Rinderschlachthalle von 8 bis 16 Uhr auf dem Flohmarkt nach Schätzen stöbern. Man findet hier eine Mischung aus privaten und professionellen Anbietern.

Kieztipp 2: Fotoautomaten-Session

Lasst eueren Erinnerungsschnappschuss im Fotoautomaten an der Feldstraße oder direkt am »Central Park« schießen. 3, 2, 1 – cheeeeeeese! Diese tollen schwarz-weiß Fotoautomaten mit Fotostreifen im Querformat oder im Hochformat kennen wir schon aus unseren geliebten Städten Leipzig und Berlin und sind immer wieder eine tolle Erinnerung – perfekt zum Sammeln. Weitere Standorte dieser tollen Automaten findet ihr hier.

Kieztipp 3: Akkustik-Sommersessions am Knust

Im Sommer werden auch immer am Knust, einem Hamburg Musiksaal nahe der Feldstraße, kostenlose Akkustikkonzerte angeboten. Die verschiedenen auftretenden Künstler freuen sich aber natürlich über eine Hutspende. Das Programm ist immer sehr unterschiedlich, und am besten der Website des Knusts zu entnehmen.

Kieztipp 4: Hamburgs »Central Park«

Um Sand zwischen den Zehen zu spüren, müsst ihr nicht bis zum Elbstrand fahren, ihr könnt auch einfach in den »Central Park« gehen. Sehr uriger Beachclub, in dem man auch Tischtennisspielen oder einfach nur im Strandkorb ein Alster trinken kann. Noch! – Bald wird gebaut, und dann muss diese Perle wohl leider weichen.

Für ein Alster(wasser) wird Bier (Pils) mit Orangenlimonade gemischt (in etwa 50:50). Bei einem Radler mischt man Bier mit Zitronenlimonade.

Kieztipp 5: Wasserlichtkonzert im Planten un Bloomen

Jeden Tag im Sommer kann man um 22 Uhr im Planten un Bloomen, einem 47 Hektar großen Park in der Hamburger Innenstadt, einem Wasserlichtkonzert lauschen. Sehr majestätisch! Aus dem Springbrunnen kommt Wasser, was bunt angestrahlt und mit klassischer Musik untermalt wird. Das musikalische Programm wechselt alle zwei Wochen, hier gibt es das genaue Programm. Kostenlos ist die Vorstellung außerdem. Definitv ein Erlebnis!
Die optimale Sicht hat man von der Wiese vor dem Springbrunnen, Decke und Picknick nicht vergessen!

Kieztipp 6: Mit dem Rad die Stadt unsicher machen

In Hamburg kann man, nachdem man sich registriert hat, Stadträder ausleihen. Der Clou: die erste halbe Stunde kostet nichts. Und auch nach der ersten 30 Minuten bezahlt man nur wenige Cents pro Minute. Super gut, wenn man die Stadt vom Rad aus erkunden möchte.

Ist man schon bei Lidl-Bike angemeldet (die auch zur Deutschen Bahn) gehören, kann man das StadtRAD in Hamburg auch »einfach so« mit nutzen, ohne sich extra bei StadtRAD anzumelden.

Kieztipp 7: In der Schanze oder im Karoviertel versacken

In den beiden Vierteln Schanze und Karoviertel kann man nicht nur gut in kleinen Läden einkaufen gehen, sondern auch leckeres Essen finden. Auch ohne Plan wird man hier ganz schnell fündig.

Für die besten Essens-Tipps werdet ihr auf jeden Fall hier auf unserem Blog informiert.

Teaser: Super Frühstück gibt es in der »Pauline« am Neuen Pferdemarkt oder im »Klippkroog« in Altona. Den besten veganen Dönner bekommt man beim »Schanzendöner«. Individualisierte Pizzen isst man am Besten bei »Slim Jims«. Das leckerste Eis bekommt man zum Beispiel bei »Eis Schmidt«, »Luicella’s« und »Die Eisbande«. Nomnomnom!

Und wenn wir ihr schon mal im Hamburg seid, dann probiert unbedingt einen »Rhabbi«, einen fruchtigen Rhabarberschnaps, gibt’s (fast) nur in Hamburg. Im »Hatari – The Corner« könnt ihr den zum Beispiel probieren; da ist übrigens auch das Essen sehr lecker.

 

 

 

 

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